Herzlich willkommen! Auf diesen Seiten finden Sie Informationen zum Studium und zu unseren Projekten. Der Arbeitsbereich Interkulturelle Kommunikation bietet Studierenden die Möglichkeit, sich mit mehrsprachiger Kommunikation und interkulturellen Beziehungen auseinanderzusetzen und dabei ihre Handlungs- und Problemlösekompetenz zu erweitern.
Übersetzer:innen und Dolmetscher:innen benötigen nicht nur eine ausgezeichnete sprachliche Ausbildung, sondern auch die Fähigkeit, Kommunikationsprozesse kritisch zu reflektieren und Verständigung gezielt zu fördern. Unsere Lehrveranstaltungen vermitteln hierfür theoretische Grundlagen, methodische Ansätze und empirische Einblicke in alltägliche wie institutionelle Kommunikationssituationen.
- Dr. Roman Lietz
- Dr. Jieying Chen
- Prof. Dr. Andrea Cnyrim, Website
Die Forschungsschwerpunkte des Arbeitsbereichs Interkulturelle Kommunikation liegen in den Bereichen institutionelle Kommunikation, Mehrsprachigkeit, Dolmetschen sowie Angewandte Linguistik. Im Zentrum steht die Frage, wie sich sprachliche und kulturelle Diversität auf den mündlichen und schriftlichen Sprachgebrauch in unterschiedlichen gesellschaftlichen Kontexten auswirkt.
Aktuell ist der Arbeitsbereich am DFG-geförderten Projekt „Polizei-Transformationen“ (2025–2028) beteiligt, das in Kooperation mit Prof. Dr. Thomas Bierschenk, Dr. Jan Beek (JGU, FB 07) und dem Polizeipräsidium Mainz durchgeführt wird. Ziel des Transferprojekts ist die Entwicklung von Fortbildungskonzepten zum professionellen Umgang mit Mehrsprachigkeit und sozialer Diversität im polizeilichen Alltag. Nähere Informationen dazu sowie zu abgeschlossenen Forschungsprojekten, Korpora, Kooperationsvorhaben oder Publikationen finden Sie im Folgenden.
Der Arbeitsbereich Interkulturelle Kommunikation widmet sich außerdem methodologischen Fragen der Korpuserstellung sowie Forschungsfragen im Bereich der Gesundheitskommunikation, unter anderem in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Kristin Bührig von der Universität Hamburg. Im Rahmen dieser Projekte entstanden mehrere korpusbasierte Ressourcen:
Der Arbeitsbereich Interkulturelle Kommunikation ist in verschiedenen Kooperationsprojekten an der Schnittstelle von Wissenschaft und Praxis aktiv. Seit 2024 beteiligt sich das Team am Projekt GENIUS (Gemeinsame Entwicklung Nutzerorientierter Integrations- und Unterstützungsstrukturen), das gemeinsam mit hessischen Modellkommunen, dem zuständigen Ministerium und der MPRG durchgeführt wird. Im Zentrum steht die nutzerorientierte Weiterentwicklung kommunaler Behördenkommunikation – insbesondere im Hinblick auf Sprachbarrieren und den Einsatz von Übersetzungstechnologien. Weitere Informationen finden Sie hier.
Das Landesministerium für Familie, Frauen, Jugend, Integration und Verbraucherschutz Rheinland-Pfalz wird fortlaufend bei konzeptionellen Überlegungen zum Umgang mit gesellschaftlicher Mehrsprachigkeit sowie bei der Kartierung bestehender Sprachmittlerprojekte im Bundesland beraten und unterstützt. Ergebnisse aus dieser Beratungstätigkeit wurden 2023 in einer Monografie zusammengefasst.
Modulangebot im Fach Interkulturelle Kommunikation
Die Module des Fachbereichs Interkulturelle Kommunikation können im Rahmen der folgenden Bachelorstudiengänge belegt werden:
- Bachelor Sprachen, Kulturen und Kommunikation
- Bachelor Translation (M.06.FUE.0010)
Das Wahlpflichtmodul Interkulturelle Kommunikation steht allen Studierenden der genannten Bachelorprogramme offen. Es umfasst drei aufeinander abgestimmte Lehrveranstaltungen:
- Vorlesung Einführung in die Interkulturelle Kommunikation
- Übung Einführung in die Interkulturelle Kommunikation
- Proseminar zu wechselnden Themen aus dem Bereich der Interkulturellen Kommunikation
Empfohlen wird, die Vorlesung und die begleitende Übung im selben Semester und vor dem Besuch des Proseminars zu absolvieren.
Abschlussarbeiten im Bereich Interkulturelle Kommunikation
Grundsätzlich können alle Bachelorstudent:innen ihre Abschlussarbeit im Bereich Interkulturelle Kommunikation schreiben, sofern sie zuvor eine Lehrveranstaltung aus unserem Modulangebot besucht haben. Aus diesen Lehrveranstaltungen ergeben sich thematische Anknüpfungspunkte, die als Ausgangspunkt für eine Abschlussarbeit dienen können.
Die Themenfindung erfolgt in Eigeninitiative durch die Studierenden. Erwartet wird ein aussagekräftiger Themenvorschlag, der folgende Elemente enthalten sollte:
- eine präzise Fragestellung
- eine erste Literaturübersicht
- der theoretische Bezugsrahmen
- methodische Überlegungen
- ein Gliederungsvorschlag
Dieser Themenvorschlag wird im Rahmen einer Sprechstunde vorgestellt und gemeinsam besprochen.