Im Sommersemester 2024 findet am FTSK wieder die Projektwoche statt. Dabei kooperieren häufig Lehrende aus unterschiedlichen Bereichen und es treffen Studierende mit unterschiedlichen Studiensprachen zusammen. Studierende können die Veranstaltungen der Projektwoche als Alternative für Veranstaltungen besuchen, die über ein ganzes Semester laufen.
Aktuelles Programm im Sommersemester 2024
Projektangebot für Studierende im Bachelor Translation
- 06.843.0043 S Qualitative Dokumentenanalyse mit MAXQDA (Lenhard, Kaiko)
- 06.843.0053 S Prompting Translation: Übersetzen mit ChatGPT, DeepL und Google Translate (Kapnas, Dimitrios)
Projektangebot für Studierende im Master Translation
- 06.843.0512 S Translating Miro’s Street Art – Mirós Streetart übersetzen – Traducir el arte callejero de Miró DE-EN-ES (Abrego, Verónica / Martin, Alison)
- 06.843.0612 S Prompting Translation: Übersetzen mit ChatGPT, DeepL und Google Translate (Hansen-Schirra, Silvia)
- 06.843.0811 Ü Übersetzungsstilistik EN > DE (Kempa, Thomas)
- 06.843.0821 Ü Einführung in die Theater-Übertitelung (Bünger, Andreas)
Die zugehörigen Lehrveranstaltungen werden in JOGU-StINe angezeigt. Bei Fragen dazu kontaktieren Sie bitte die Dozierenden direkt. Bitte beachten Sie die Lehrveranstaltungsbeschreibungen in JOGU-StINe.
- Wintersemester 2024/25: 07.-11.10.2024
- Sommersemester 2025: 07.-11.04.2025
Dozierende: Dr. Silke Gutermuth, Anke Radinger (ehemals Tardel)
Beschreibung:
Im Rahmen dieses Projektkurses konnten die Teilnehmenden sowohl praktisches Untertiteln mit einer open-source Software erlernen und verbessern, sich aber auch mit Aspekten von verständnisoptimierter Sprache kreativ im Kontext von audiovisueller Translation auseinandersetzen. Ziel war es, Ausschnitte aus deutschen Dokumentationen möglichst nutzeroptimiert zu untertiteln. In Kleingruppen wurden dafür nötige Recherchearbeit sowie die Analyse existierender Styleguides geleistet, Anpassungs- und Optimierungspotential in Abhängigkeit der unterschiedlichen Nutzergruppen identifiziert und schließlich in konkrete Untertitel umgesetzt.
Abschließend wurden die Ergebnisse in Speed-Präsentationen vorgestellt und die untertitelten Videos gemeinsam diskutiert.
Ergebnisse:
Durch die Anpassung an unterschiedliche Nutzergruppen (Schwerhörige, Gehörlose, Sprachenlernende, Kinder) ergaben sich verschiedene Schwerpunkte und Ansprüche an die Untertitelung. Da sich aber alle Kleingruppen auf denselben Videoausschnitt geeinigt hatten, waren die Untertitel somit gut vergleichbar. Neue Ansätze, wie farbliche Codierung von Begriffen als Unterstützung zum Vokabellernen oder bezüglich der visuellen Wahrnehmbarkeit von Hintergrundgeräuschen im Kontext der Untertitel für Schwerhörige und Gehörlose, wurden implementiert, getestet und dienten so gleichzeitig zur Reflexion der angewandten Kürzungs- und Visualisierungsstrategien.
Dozierende: Dr. Sabine Seubert
Beschreibung:
Bei dieser Veranstaltungen sollten die Teilnehmenden zunächst ihren Wortschatz im Deutschen und Französischen aus den Bereichen Betriebswirtschaft und Marketing sowie ihren technischen Wortschatz aus dem Bereich Automobilzulieferung ausbauen. Zudem mussten sie den Produktkatalog firmenspezifisch detailliert vorbereiten, ein Verständnis für die Produktionsabläufe und die Produktgruppen entwickeln und die Terminologie so verinnerlichen, dass sie bei der Werksbesichtigung durch den französischen Qualitätsbeauftragten abrufbereit war. Zuletzt sollten sie die Firmenpräsentation simultan über die Personenführungsanlage dolmetschen sowie anschließend die einzelnen Stationen simultan und konsekutiv ins Deutsche und die Rückfragen konsekutiv ins Französische dolmetschen.
Ergebnisse:
Die Teilnehmenden haben ein umfangreiches Glossar erstellt und das theoretisch erarbeitete Wissen unmittelbar praktisch anwenden können. Damit bekamen sie Einblick in einen typischen Dolmetscheinsatz, nämlich das Dolmetschen einer Werksführung mit eingehender Vorbereitung.
Dozierende: Dr. Maren DingfelderStone, Jun.-Prof. Dr. Angela Kölling
Beschreibung:
Für die Krisenkommunikation stellt der Bereich Translation, Crisis Translation, ein wachsendes Tätigkeitsfeld dar. Für diesen Bereich sind besondere Fähigkeiten nötig, die über die linguistischen Kompetenzen hinausgehen. Im Zentrum dieses Kurses standen insbesondere die nicht verbalen intellektuellen Anforderungen in Krisensituationen, die sich auf die übersetzerische Tätigkeit auswirken können. Diese Situationen wurden zunächst in Form von ausgewählten Exit-Game-Szenarien spielerisch nachgestellt, beobachtet und analysiert und dann von den Teilnehmenden als Exit-Game bzw. Brettspiel selbst multimodal übersetzt. Dafür nutzten die Teilnehmenden die vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe herausgegebene Broschüre zur Notfallvorbereitung.
Kooperationspartner: Technisches Hilfswerk, Ortsverband Germersheim
Ergebnisse:
Die Teilnehmenden haben auf der Basis ihrer während der Projektwoche gewonnen Erkenntnisse erfolgreich zwei Spiele entwickelt. Diese sind sehr spielbar – bei Interesse können Sie sich gerne bei den Dozierenden melden – und dienen im Sommersemester 2023 einem weiteren Projektkurs (Übung Crisis Communication and Crisis Translation: Activation through Gamification) als Grundlage für Kooperationen mit anderen Einrichtungen.
Dozierende: Univ.-Prof. Silvia Hansen-Schirra, Dr. Silke Gutermuth, Dimitrios Kapnas
Beschreibung:
In diesem Projektwochenkurs erhielten die Studierenden Einblicke darin, wie Sprache und Geschlecht zusammenhängen, beispielsweise wie geschlechtsübergreifend das generische Maskulinum wirklich verstanden wird oder auch wie tradierte Rollenbilder oder Geschlechterstereotype durch Sprache latent perpetuiert werden. In drei Gruppen wurden Fragebögen erstellt, das Blickverhalten beim Lesen von geschlechtergerechter Sprache gemessen und auch die Häufigkeit geschlechtergerechter Sprache in der deutschen Standardsprache und Leichter Sprache festgestellt. Zum Schluss trugen die Studierenden ihre Ergebnisse im Rahmen einer internen Konferenz vor.
Dozierende: Melina Lieb
Beschreibung:
„Mental Health“ ist nicht nur ein medizinisches, sondern auch ein gesellschaftliches und kulturelles Thema. Daher hatte dieses Proseminar das Ziel, die Aufmerksamkeit für die Thematik in den Kulturwissenschaften zu vertiefen. In den Arbeitssprachen Englisch und Deutsch haben wir uns mit den folgenden Aspekten befasst: mit dem Einfluss von Sprache auf unsere Wahrnehmungen und Handlungen, mit den Auswirkungen von verschiedenen Kulturen auf den Umgang mit „Mental Health“ sowie mit der Rolle von Übersetzung in diesem Bereich.
Ergebnisse:
Die Teilnehmenden wurden dazu angeleitet, ihre eigenen praxisorientierten Forschungsprojekte zum Thema „psychische Gesundheit im Universitäts-Alltag am FTSK“ zu entwickeln. Dabei sind 6 Projektposter entstanden, die im Sommersemester 2023 auf dem Campus ausgestellt werden. In einem siebten Projekt wurden außerdem die Informationen zum Thema „Mental Health“ auf der Website des FTSK in die Sprachen Englisch, Französisch und Italienisch übersetzt.
Dozierende: Stephanie Heiß, Dr. Sabine Seubert
Beschreibung:
An diesem Projektwochenkurs konnten Studierende mit beliebigen Arbeitssprachen aus dem Master Konferenzdolmetschen teilnehmen. Ihnen wurden die wesentlichen Dolmetschstrategien vorgestellt, die sie dann auf ihre jeweilige Sprachkombination übertragen konnten. Nach dieser Einführung wählten sie die schwierigste Rede aus, die sie bislang zu dolmetschen hatten, analysierten deren Schwierigkeiten und konnten am Ende des Kurses die für diese Rede sinnvollen Dolmetschstrategien erläutern.
Dozierende: Marcus Wiedmann
Beschreibung:
Im Rahmen dieses Projekts wurden englischsprachige Texte aus dem Kontext der Special Olympics, die 2022 in Deutschland stattfanden, maschinell ins Deutsche übersetzt und von den Teilnehmenden posteditiert. Beispielsweise waren das Regelwerke für verschiedene Sportarten, Schulungsfolien für Volunteers und Trainer:innen oder auch Materialien für den Bereich Young Athletes der Special Olympics.
Kooperationspartner: Special Olympics
Ergebnisse:
Im Verlauf von zwei Projektwochen posteditierten 54 Studierende ein Textvolumen von ca. 110.000 Wörtern und stellten diese Übersetzungen den Special Olympics zur weiteren Nutzung zur Verfügung.
Dozierende: Thomas Michael Baumgart, Dr. Thomas Kempa, Univ.-Prof. Renata Makarska
Beschreibung:
Im Bereich des Tourismus werden wie in vielen anderen gesellschaftlichen Kontexten auch bestehende Barrieren abgebaut, um einen Zugang zu touristischen Produkten „für alle“ zu gewährleisten. Beispielsweise können so auch Personen mit Hör- und Sehbeeinträchtigungen das touristische Angebot nutzen. Für diesen Zweck entwickeln sich neue Berufsbilder und es entstehen neue Arbeitsplätze für Übersetzer:innen. Zusammen mit der Rheinland-Pfalz Tourismus GmbH leisteten wir in dieser Veranstaltung einen Beitrag zum „Tourismus für alle“.
Kooperationspartner: Rheinland-Pfalz Tourismus GmbH
Ergebnisse:
Die Kursteilnehmenden erhielten eine Einführung in die Bereiche Tourismus und Barrierefreie Kommunikation, Untertitelung für Hörgeschädigte und Audiodeskription. Sie fertigten anschließend Untertitel sowie Audiodeskriptionen für authentische Werbevideos an. Durch diese Arbeiten konnten sie u.a. den kreativen Umgang mit Sprache und die Arbeit mit komplexen Medien einüben, in denen Gesprochenes, Text und Bild eine Einheit bilden. Zudem konnten sie die Anwendung von Kürzungs- und Bearbeitungsstrategien erproben.